Die Reise nach Oybin

Ein paar subjetive Gedanken zu der Fahrt der Ruhestandsgruppe Zoll Berlin mit Angehörigen in das Zittauer Gebirge vom 9. - 11. Januar 2009  von Jörg Baumgart, Bv Berlin-Brandenburg - OV Grellstraße

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 Bautzen

Bautzen

 

 

Alte Wasserkunst in Bautzen

 
Oybin von Oben

      
 
Berg Oybin

 

 


 

 

 



 


 


 

 
 
Abschied

 Zoll ist toll“ war einmal ein Slogan der Zollverwaltung. Dieses stimmt wirklich – aber wohl nicht im Sinne des Erfinders. Der Beweis ist in Oybin zu finden. Hier trafen sich über hundert ehemalige Zöllner aus Berlin und anderen Städten, um eine Auszeit zu nehmen. Ein Alleinunterhalter führte uns zum Beispiel vor, wie toll das Leben auch im Ruhestand sein kann.

Aber erst einmal müssen wir ankommen. Der Weg nach Oybin führte uns über Bautzen. Bautzen (sorbisch Budysin) ist das kulturelle Zentrum der sorbischen Volksgruppe in der Oberlausitz mit dem Sitz der Domowina (sorbisches Parlament).

Die über 1000 Jahre alte Stadt auf einem Granitplateau mit schroffem Abfall zur Spree besitzt mit ihren Mauern und Türmen eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbilder in Sachsen. Etliche Giebelhäuser im Barockstil geben der Altstadt einreizvolles Gepräge. All dieses wurde uns in einer Stadtführung eindrucksvoll näher gebracht.

Am frühen Nachmittag waren wir dann in Oybin im Zittauer Gebirge. Der Ort wird dominiert von einer Burg und einem Kloster (leider nicht mehr vollständig erhalten). Die Anlage steht auf dem 513 m hohen Kegelstumpf des Oybinfelsen, der der Namensgeber des Ortes ist.

Bereits im 13. Jh. Stand hier eine Burg, die unter Karl IV. weiter ausgebaut wurde. Ein Klosterbau für Cölestinermöncheaus Avignon folgte. Ein Blitzschlag und ein Felssturz im 16. bzw. 17. Jh. machten Burg und Kloster zur Ruine. Bemerkenswert sind auch hier die typisch Oberlausitzer Umgebindehäuser.

Unsere Unterkunft am Rande von Oybin unmittelbar an einem herrlichen Wald war das Hotel „Haus Hubertus“, ein ehemaliges Erholungsheim der Zollverwaltung. Ich glaube, alle Kollegen sind in demaus 50 Zimmern bestehenden Haus gut untergekommen. Vielleicht war das Zimmer mit der Nummer 47 nicht ganz so komfortabel wie die anderen Zimmer.

Am Abend des ersten Tages – nach einem exzellenten 3-Gänge Menü – trat dann der oben erwähnte Alleinunterhalter auf. Es war bewundernswert was eine Person mit Musik, Verkleidung und Mimik alles darstellen kann, so zum Beispiel einen Feuerwehrhauptmann mit Pauke, einen Schotten mit Dudelsack, J.v.d. Lippe und einen Sumoringer. Ein gelungener Abend, der stimmungsvoll mit einer Polonäse endete.

Am zweiten Tag nahm die Mehrheit der Teilnehmer an einer Busrundfahrt durch das Zittauer Gebirge teil. Eine kleine Gruppe zog es vor, zum 749 m hohen Hochwald und weiter in Richtung Töpfer zu wandern.

Die Busfahrt ging bei überwiegend sonnigem Wetter und ausführlichen Erläuterungen des Reiseführers quer durch das Gebirge mit den schön gelegenen Orten wie Lückendorf, Olbersdorf und Jonsdorf. In Bertsdorf hatten wir Gelegenheit, die Ankunft eines Dampfzuges der Zittauer Schmalspurbahn zu beobachten. Diese Bahn fährt unter dem Motto „mit Dampf ins Gebirge“ von Zittau über Bertsdorf nach Jonsdorf bzw. Oybin und zurück.

Auch in Zittau wurde eine Pause eingelegt. Die vom Böhmenkönig Ottokar I. um 1238 gegründete und 1255 befestigte Stadt trat 1346 dem Oberlausitzer Sechsstädtebund bei. Ein kleiner Rundgang ging über den Marstall, dem Rathaus (Baupläne von Karl Friedrich Schinkel) mit Markplatz zur klassizistischen Johanniskirche.

Im Laufe der Rundfahrt wurde auch eine alt eingesessene Frottéwarenfabrik besucht. Ich glaube der Umsatz war ganz gut.

Der krönende Abschluss des Tages war ein traditioneller Hubertus-Abend. Nach eindrucksvoller Jagdhörnermusik und Gedichten wurde das Büffet eröffnet, dessen Mittelpunkt ein exquisit zubereiteter Wildscheinbraten war. Während des ganzen Abends wurden wir mit schöner Lifemusik unterhalten, die auch zum Tanzen animierte. Es wurde ein langer „Tag“.

Am 11. Januar traten wir nach einem freien Vormittag und einem leichten Mittagessen – übrigens die Fässer mit dem „Schwarzer Steiger“ waren leer – die Rückfahrt an. Eine herrliche Fahrt, wo man gegen 16 Uhr auf der linken Seite einen fantastischen Sonnenuntergang beobachten konnte, während auf der rechten Seite gerade der Vollmond über den Horizont kam. Einmalig!

Ich möchte mich bei allen bedanken, den Organisatoren, den Helfern, den Busfahrern, den Fremdenführern, dem Sponsor, dem „Wetter“ und nicht zuletzt den Angehörigen des Hotels Hubertus.

 Sie alle haben zum Gelingen dieser schönen Reise beigetragen.

Ich denke, es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass die Reise nach Oybin ein voller Erfolg war.

Zoll ist eben toll  !!!

 

 

                             
                        


                                    
                                

 

 

    

 

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